Das Museumsdepot im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen


Im Oberpfälzer Freilandmuseum wurde ein neues Museumsdepot mit einem Kostenvolumen von über 4 Millionen Euro gebaut.

35 000 Sammlungsgegenstände aus dem ländlich-bäuerlichen Leben sind hier eingelagert. Zum Teil können diese von den Besuchern besichtigt werden, was eine Besonderheit darstellt, da Museumsdepots normalerweise nicht zugänglich sind.  

Durch die Landesstelle für die Betreuung der nichtstaatlichen Museen wird seit 3 Jahren eine Maßnahme zur Inventarisierung der Neuzugänge bezuschusst.

Das 2013 eröffnete Museumsdepot im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

 

Infobereich und Schaudepot

Im Infobereich wurde ein Touchscreen-Gerät mit insgesamt 74 Filmen zu land- und hauswirtschaftlichen Themen in Betrieb genommen. Es handelt sich um digitalisierte 16mm-Stummfilme vom Medieninstitut FWU in München aus den Jahren 1935 bis ca. 1960. Diese ehemals  für den Schulunterricht konzipierten Filme konnten wir von den verschieden Kreisbildstellen der Oberpfalz übernehmen.

Bereits 3000 Objekte, also rund ein Zehntel der kompletten Museumssammlung, sind an den Computer-Terminals im Infobereich zu den normalen Öffnungszeiten mit Bild und Text abrufbar.

Am 15. April um 14.00 Uhr und am 30. September 2018 um 13.30 Uhr können Sie an einer informativen Sonderführung durch das Schaudepot teilnehmen und gelangen in sonst nicht zugängige Bereiche. Die Kosten für diese Führung ist im Eintrittpreis enthalten.

Mit Ihrer Eintrittskarte kommen Sie auch kostenfrei zu den Öffnungszeiten in den Infobereich des Schaudepots. Es befindet sich gleich auf der rechten Seite, wenn Sie das Gelände des Freilandmuseums betreten.

 

 

Ausstellung in der Großraumvitrine

In dieser Museumssaison werden im Informationsbereich des Zentraldepots Objekte aus dem ehemaligen Textilgeschäft Heimerl in Rötz, Landkreis Cham, gezeigt.

1925 eröffnete Matthias Heimerl mit seiner Frau Babette ein Textilgeschäft mit Näherei in Rötz, Landkreis Cham.
Matthias Heimerl wurde als fünftes von insgesamt 18 Kindern am 24.02.1897 geboren und verstarb am 13.02.1945.
Seine Frau Babette, geboren am 02.02.1905, verstarb am 06.04.1983.

Das Warenangebot umfasste Schnitt-, Weiß-, Woll-, Leder- und Kurzwaren, Kinderwagen und Brautausstattungen.
1939 vergrößerte man die Geschäftsräume und stattete diese mit einer neuen Einrichtung aus. Eine letzte räumliche Erweiterung mit einer Verkaufspassage erfolgte 1962. 1975 feierte das Textilgeschäft mit eigener Näherei sein 50-jähriges Bestehen.

Das Geschäft wurde von Babette Heimerl nach dem Tod ihres Mannes bis 1967 weitergeführt.
Danach übernahm ihre Tochter Hermine Schmidbauer zusammen mit ihrem Mann Erich bis 2009 die Geschäftsführung.
Alle Näh- und Schneiderarbeiten wurden von ihrer Schwester Annemarie Heimerl ausgeführt.

2015 wurde das bereits 2009 geschlossene Geschäft aufgelöst.

Das Oberpfälzer Freilandmuseum konnte 2015 insgesamt 1330 Objekte aus dem Geschäfts- und Wohnbereich der
Familie Heimerl/Schmidbauer übernehmen.

 

Bildergalerie
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URL:
http://www.freilandmuseum.org/desktopdefault.aspx/tabid-249/229_read-461/