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Das Museumsdepot im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen


Im Oberpfälzer Freilandmuseum wurde ein neues Museumsdepot mit einem Kostenvolumen von über 4 Millionen Euro gebaut.

35 000 Sammlungsgegenstände aus dem ländlich-bäuerlichen Leben sind hier eingelagert. Zum Teil können diese von den Besuchern besichtigt werden, was eine Besonderheit darstellt, da Museumsdepots normalerweise nicht zugänglich sind.  

Das 2013 eröffnete Museumsdepot im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

 

Infobereich und Schaudepot

Im Infobereich wurde ein Touchscreen-Gerät mit insgesamt 74 Filmen zu land- und hauswirtschaftlichen Themen in Betrieb genommen. Es handelt sich um digitalisierte 16mm-Stummfilme vom Medieninstitut FWU in München aus den Jahren 1935 bis ca. 1960. Diese ehemals  für den Schulunterricht konzipierten Filme konnten wir von den verschieden Kreisbildstellen der Oberpfalz übernehmen.

Bereits 3000 Objekte, also rund ein Zehntel der kompletten Museumssammlung, sind an den Computer-Terminals im Infobereich zu den normalen Öffnungszeiten mit Bild und Text abrufbar.

Am 23. April und am 22. Oktober 2017 können Sie jeweils um 14.00 Uhr an einer informativen Sonderführung durch das Schaudepot teilnehmen und gelangen in sonst nicht zugängige Bereiche. Die Kosten für diese Führung ist im Eintrittpreis enthalten.

Mit Ihrer Eintrittskarte kommen Sie auch kostenfrei zu den Öffnungszeiten in den Infobereich des Schaudepots. Es befindet sich gleich auf der rechten Seite, wenn Sie das Gelände des Freilandmuseums betreten.

 

 

Ausstellung in der Großraumvitrine

Bild: Elisabeth Götz

In der Großvitrine werden landwirtschaftliche Miniaturen präsentiert.

Franz Rindfleisch wurde am 19.08.1920 in Margareth bei Breslau (Schlesien) geboren. Mit 15 Jahren musste er durch den frühen Tod seines Vaters das landwirtschaftliche Anwesen alleine mit seiner Schwester und seiner Mutter weiterführen. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde er zum Militärdienst an der russischen Ostfront eingezogen. Nach englischer Gefangenschaft in Norddeutschland kam Franz nach Großschönbrunn, wohin seine Mutter und seine Schwester im Januar 1945 mit einem Pferdegespann umgesiedelt waren. 1953 heiratete er Maria Meier aus Hirschau. 1959 bauten sie dort ein Haus, wo er sich in einem Nebengebäude eine kleine Werkstatt mit Werkbank einrichtete.
Anfang der 70er Jahre schenkte er seinem Sohn Peter einen Laubsägekasten und zeigte ihm den Umgang mit der Laubsäge.

Bild: Elisabeth Götz

Ab dieser Zeit entstanden in einem Zeitraum von 20 Jahren insgesamt 47 landwirtschaftliche Miniaturen. Als Vorbild für das Zugpferd diente ihm die Abbildung des Springreitpferdes “Mariano” aus einem Kalender Vorlagen für die landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen brauchte er nicht, das machte er, wie er sagte, “aus dem Kopf”. Anregungen hierfür holte er sich u.a. auch bei einem Besuch im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen. Als Kulisse für seine Miniaturen nutzte er Landschaftsmotive aus Kalendern. Den Zeitaufwand für eine Miniatur, wie etwa einen Truhenwagen, bezifferte er auf rund 200 Stunden.

Seine Frau Maria verstarb im April 2012; er folgte ihr im Juli des gleichen Jahres nach.

Bild: Franz Rindfleisch

 

 

 

 

 

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