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Jahresthemen


2017: „Von der Not zum Überfluss – Landwirtschaft früher und heute“

Zusammen mit den Landwirtschaftsämtern der Oberpfalz, Erzeugergenossenschaften und vielen anderen Partnern möchte das Museum die Entwicklung der Landwirtschaft in den letzten 200 Jahren in der Oberpfalz vermitteln.

Vor 200 Jahren fanden noch fast 90 % aller arbeitenden Menschen in der Landwirtschaft ihr Auskommen, während es heute nur noch 1 % die Lebensmittel herstellt, die eine anwachsende Bevölkerung in Deutschland verbraucht. Dadurch haben sich die Hauslandschaften, die Kulturlandschaften  und überhaupt das Leben der Menschen auf dem Land verändert, was im Freilandmuseum gut erklärt werden kann.

Viele Veranstaltungen und Kurse widmen sich 2017 diesem Thema und die Ausstellung „Gutes Wetter – schlechtes Wetter“  handelt von einer wichtigen Voraussetzung,  um die Mittel, die wir zum Leben brauchen, zu produzieren.

2016: "Tracht im Blick. Die Oberpfalz packt aus"

Was ist Tracht? Gibt es eine „echte“ Tracht und gibt es eine Oberpfälzer Tracht? Wer trägt warum und zu welcher Gelegenheit Tracht? Gehört ein Mini-Dirndl mit Biker-Jacke auch dazu?

Neun Museen beleuchten das heimatliche Gewand, zusammen mit der Bezirksheimatpflege der Oberpfalz, von Frühjahr bis Herbst 2016 aus unterschiedlichen Richtungen. Die Tracht, die im 19. Jahrhundert auf Umzügen und Festen zu Ehren der Bayerischen Könige getragen wurde, um dem neuen Staat eine Identität zu geben, hat sich in den letzten 200 Jahren ständig verändert. „Tracht im Blick“ heißt der gemeinsame Titel des Ausstellungsprojektes und jedes Museum beleuchtet das Phänomen von einer anderen Seite.

Das Rahmenprogramm und weitere Informationen finden Sie unter www.trachtimblick.de

Die Ausstellungen und das Gesamtprojekt werden gefördert von:

Leaderprogramm       Leader_Förderhinweis

mitfinanziert durch den Freistaat Bayern im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Bayern 2014-2020

 

Jahresmotto 2015: „Wer will fleißige Handwerker sehen?“

Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen macht im Jahr 2015 vor allem das Handwerk in der Zeit vor der Mechanisierung und Industrialisierung zum Thema.

Mit dem Jahresmotto soll deutlich gemacht machen, womit alles begann: Mit dem Bauen. Häuser und Gehöfte wurden von Bauern aufgebaut, bebaut und umgebaut, abgebaut und von den Museumshandwerkern im Freilandmuseum wieder aufgebaut. Doch wie wurde in einer Zeit ohne elektrische Maschinen eigentlich gebaut? Wieso verwendet man Fachwerk? Wie lange hält ein Strohdach?

Diese und weitere Fragen werden die ganze Museumssaison in Veranstaltungen, Kursen, Sonderführungen und Ausstellungen geklärt. Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Gebäude: Erstens die erst 2014 eröffnete Handwerkerhalle, in der unsere Museumshandwerker arbeiten und ihr Wissen über alte Bauten gerne weitergeben. Und zweitens ein über 200 Jahre altes Haus, welches 2015 im Stiftlanddorf wiedererrichtet wird Doch auch die Handwerke, die im und ums Haus auszuführen waren, werden thematisiert. Alte Handarbeiten wie Klöppeln und Filzen werden in Kursen gelehrt, Abfischen und Schindelnwenden stehen ebenso auf dem Programm.

 

2014: „Zum Eß’n mou alles zamkumma“

Der bekannte Oberpfälzer Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth hat den Satz überliefert: „Zum  Eß’n mou alles zamkumma!“

Passend zum Jahresmotto wurde in der Saison 2014 die Sonderausstellung „Kinder, Küche, Krankenzimmer - Ordensschwestern auf dem Land“ gezeigt, die sich mit der Geschichte verschiedener Frauenorden beschäftigt. Diese spielten für die ländliche Gesellschaft lange Zeit eine wichtige Rolle, sei es im Bereich der Bildung, Krankenfürsorge oder eben auch der Ernährung. Dr. phil. Johann Kirchinger, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für mittlere und neue Kirchengeschichte der Universität Regensburg, hat diese Ausstellung gemeinsam mit seinen Studierenden erarbeitet.

 

2013: „Es klapperte die Mühle…“

Unter dem Motto „Es klapperte die Mühle…“ drehte sich 2013 im Museum jeweils einem Sonntag im Monat alles um die Mühle und ihre Aufgaben. Auch der dem Museum angeschlossene Arbeitskreis „Heimat, Deine Bauten“ behandelte in einem Symposium das Thema Mühlen als Objekte der Denkmalpflege.

Die imposante Rauberweihermühle, eines der Wahrzeichen des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen, stand gleich zu Saisonbeginn im Zentrum des Geschehens: In ihr wurde die Ausstellung „Unsere Teiche, unser Karpfen, unsere Geschichte“ eröffnet. Die Dauerausstellung zeigt Geschichte und Bedeutung der Oberpfälzer Teichwirtschaft.

2012: „Gartenjahr“

2012 wurden die Gärten des Freilandmuseums und die ländlich-bäuerliche Gartenkultur in den Mittelpunkt des Jahresprogramms gerückt.

Gärten gehören selbstverständlich zu den Gebäuden im Museum. Doch wie sehen typische Oberpfälzer Bauerngärten aus? Welche Pflanzen dürfen dort auf keinen Fall fehlen? Und welche Veränderungen gab es im Laufe der Jahrhunderte? Antworten hierzu lieferten zahlreiche Sonderführungen durch die Museumsgärten mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Darüberhinaus erschien eine neue Publikation mit Streifzügen durch die Geschichte der bäuerlichen Gartenkultur mit dem Schwerpunkt auf die Gärten im Oberpfälzer Freilandmuseum, die von den Museumsmitarbeiterinnen nach alter Überlieferung gehegt und gepflegt werden.

 

2011: „Jubiläumsjahr“

2011 gab es zwei Jubiläen zu feiern: Das Bezirksmuseum konnte auf sein 25 jähriges Bestehen zurückblicken und der Museumsverein „Oberpfälzisches Bauernmuseum“, aus dem das Museum hervorging, feierte sein 50-jähriges Bestehen. Desweiteren gab in diesem Jahr mehrere Ausstellungen zu bestaunen: Neben der Fotoausstellung „Gesichter eines Dorfes“ mit Bildern von Stefan Winkelhöfer und Texten von Harald Grill wurden die Dauerausstellungen „Flachs und Wolle und was man daraus macht“ im Kolbeckhof sowie „Geld und Ware“ in der Raiffeisenhalle der Öffentlichkeit eröffnet.