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Getreide dreschen - Sonderführung: Alte Gemüsesorten

Datum: 24.09.2017

Getreide dreschen

Da die Erntearbeiten im Freilandmuseum des Bezirks Oberpfalz abgeschlossen sind, geht es nun an die Weiterverarbeitung des Getreides. Früher nahm das Dreschen viel Zeit in Anspruch.Die Getreidegarben lagen in Reihen in der Scheune und wurden von mehreren Dreschern mit den Dreschflegeln in Hin- und Rückgängen

in einem bestimmten Takt abgedroschen, das sogenannte Drischel-dreschen. Das war eine mühsame Arbeit und nur starke Burschen waren dazu zu gebrauchen. Im Langerbauernhof im Waldlerdorf des

Bezirksmuseums kann sich jeder davon überzeugen wie anstrengend diese Arbeit gewesen ist. Im Urschlbauernhof kann ein Stiftendrescher in Aktion bestaunt werden und im Naabtaldorf in der Genossenschaftsscheune aus Niedermurach wird unter anderem der große Breitdrescher gezeigt.

Die Museumspferde Fonsi und Leo transportieren das Getreide, wie es früher üblich war, zu den Scheunen, zur Mühle oder zum Raiffeisen-Lagerhaus. Wieviel Getreide es zu Dreschen gab, wurde damals wie heute stark vom Wetter beeinflusst. Wer sich über die Bedeutung des Wetters für die Landwirtschaft und das ländliche Leben informieren möchte, kann im Ausstellungsgebäude im Eingangsbereich des Museums die Ausstellung „Gutes Wetter – schlechtes Wetter“ besuchen, die noch bis Oktober im Oberpfälzer Freilandmuseum zu bestaunen ist.

 

Sonderführung: Alte Gemüsesorten – Bedeutung und Erhalt Bild: Günter Moser

Alte Gemüsesorten stellen menschliche Kulturleistungen dar. Sie erzählen von früheren Ernährungsgewohnheiten und Lebenseinstellungen, sie erzählen buchstäblich Geschichte. Darüber hinaus beinhalten sie zahlreiche Merkmale, die den modernen Hochertragssorten abhandengekommen sind und zeigen optisch und geschmacklich eine große Vielfalt. Agrarwissenschaftlerin Cora Leroy und Historikerin Bettina Kraus führen um 14:30 Uhr durch die Museumsgärten. Dabei stellen sie die Besonderheiten alter Sorten vor und zeigen gleichzeitig Möglichkeiten für Hobbygärtner auf, Gemüsesaatgut selbst nachzubauen und alte Sorten zu erhalten.

Dauer: 2 Stunden

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kosten für die Führung sind im Museumseintritt enthalten.