Schrift
Home >> Angebote >> Veranstaltungen 2019 >> Juli und August

Holz und Handwerk - Sonderführung "Alte Waldnutzung"

Datum: 14.07.2019

Großer Aktionstag am Sonntag, den 14. Juli, im Oberpfälzer Freilandmuseum zum Jahresmotto

„Das richtige Holz“

Vorführungen und Aktionen von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Die Besucher erwartet eine Vielzahl an Vorführungen alter Handwerkstechniken und alter Handwerkskunst.

So zeigen unsere Museumshandwerker das Behauen von Balken mit der Breitaxt, in Zusammenarbeit mit dem Verein Zimmerleute und Schreiner Amberg, das Herstellen von Schindeln, das Bohren von Rohren, das Brettersägen in der Säge aus Pfaffengschwand im Mühlental, das Holzrücken mit den Museumspferden Fonsi und Leo,  das Stockroden,  das Drechseln mit der fußbetriebenen Drechselbank und speziell für und mit den Kindern das Basteln mit der Laubsäge nach verschiedenen Vorlagen.

Wer sehen möchte, wie die Unterkonstruktion eines Fachwerkes aufgebaut ist und dieses dann ausgefacht werden kann, sollte  an diesem Tag unbedingt ins Museum kommen.

Unsere externen Fachleute zeigen an diesem speziellen Museumstag den Bau von Möbeln aus Wildholz mit der Jugendbauhütte, die Fertigung von Schatullen, Schatztruhen und den Bogenbau. Weitere Attraktionen sind die Herstellung von Rechen und Besen, das elektrogetrieben Drechseln, die Vorstellung von verschiedenen Dachmodellen und ein zerlegbares Modell eines Dachstuhles. Eine Holzbildhauerin in Aktion rundet unser Programm rund um das Thema Holz ab.

Natürlich darf auch unser heißbegehrtes Museumsbrot an diesem Sonntag nicht fehlen, das dieses Mal im Schallerhof gebacken wird. Wer guten Honig erwerben und alles über die fleißigen Bienen erfahren möchte, der sollte im Waldlerdorf vorbeischauen.

Wer sich rechtzeitig anmeldet kann um 14:00 Uhr an der Sonderführung „Alte Waldnutzung“ mit Frau Eva Nußbaumer teilnehmen.

Besuchern, die das Thema Holz und seiner Nutzung früher und heute interessiert, denen legen wir auch den Besuch unserer neuen Dauerausstellung im Paulerverlhof im Juradorf ans Herz.

Gefördert wurde sie vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Vor 200 Jahren waren der Wald und das in ihm gewonnene Holz aus dem Leben der Menschen im ländlichen Raum nicht wegzudenken. Man lebte in einem „hölzernen Zeitalter.“ Häuser, Geräte, Werkzeuge und viele weitere Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wurden aus Holz gefertigt. Ohne Wald – und ohne Holz – hatte man nicht nur kein Dach über dem Kopf, sondern auch Wohnräume und Speisen blieben kalt, da ein wichtiger Brennstoff fehlte.

Im Museum sind außerdem verschiedene historische Waldformen zu sehen und in jedem Haus findet man Zeugnisse, wie wichtig das Holz früher gewesen ist. Deshalb ist man immer nachhaltig mit diesem Material umgegangen. Heute spielt das Holz wieder eine entscheidende Rolle für nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energie und Klimaschutz.

Der Wald, besonders der  Museumswald, spielt aber auch eine wichtige Rolle zur Entspannung und Erholung und freut sich über viele Besucher!

Sonderführung "Alte Waldnutzung" um 14 Uhr

Auf vielfältige Art und Weise wurde der Wald damals genutzt, wie z.B. für die Holzgewinnung, als Bau-, Werk- und Brennstoff, für die landwirtschaftliche Nutzung, als Waldweide und für die Waldmast. Andererseits auch für die gewerbliche Nutzung, wie z.B. das Rindenschälen, die Köhlerei und das Pottaschesieden. Viele dieser Begriffe geraten heute in Vergessenheit. Wir beschäftigen uns mit der Holznutzung früher und vergleichen sie mit der heutigen. Dabei wird sicherlich die ein oder andere Erinnerung wach und regt zu Gesprächen an.


Dauer der Führung: ca. 1,5 Stunden
Beginn:  14.00 Uhr
Eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer 09433 2442 - 0 erforderlich. Die Gebühr für die Führung ist im Eintrittspreis enthalten.