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Sonderausstellung


Hans - Eine kleine Geschichte vom Glück Bild: Stefan Winkelhöfer

„Zeitzeugen“ ist das diesjährige Jahresmotto und ein ganz besonderer Zeitzeuge war der Hans, den das Museum in der zweiten Saisonhälfte vorstellt. Der Hans war einfach aus der Zeit gefallen und konnte oder wollte sich nicht den Veränderungen in der Landwirtschaft nach dem Kriege anpassen, sondern so wie bisher weiterwirtschaften. „Der Hans hat was er braucht und was er nicht hat, das braucht er nicht“, heißt es im Begleittext von Josef Paukner. Das ist nicht nur eine unerhörte Provokation in unserer Wachstumsgesellschaft, sondern regt angesichts unserer Konsumgesellschaft auch zum Nachdenken an. Stefan Winkelhöfer hat Hans‘ einfaches Leben eindrucksvoll fotografiert und es damit für die Nachwelt dokumentiert hat. Seine Bilder sind bis zum Saisonende bei uns im Museum zu sehen. Sie sind so eindrucksvoll, dass sie bayernweit Aufsehen erregt haben.

Die SZ (http://www.sueddeutsche.de/bayern/fotoprojekt-wie-ein-oberpfaelzer-im-einsamen-landleben-sein-glueck-fand-1.3683840) berichtete und der BR (https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-1752766.html) führte ein Interview mit Stefan Winkelhöfer und Joseph Paukner, der die Texte zum Begleitband geschrieben hatte.

      

                                          

 

Textilgeschäft Heimerl in Rötz

In dieser Museumssaison werden im Informationsbereich des Zentraldepots Objekte aus dem ehemaligen Textilgeschäft Heimerl in Rötz, Landkreis Cham, gezeigt.

 

 

 

 

 

 

1925 eröffnete Matthias Heimerl mit seiner Frau Babette ein Textilgeschäft mit Näherei in Rötz, Landkreis Cham.
Matthias Heimerl wurde als fünftes von insgesamt 18 Kindern am 24.02.1897 geboren und verstarb am 13.02.1945.
Seine Frau Babette, geboren am 02.02.1905, verstarb am 06.04.1983. Das Warenangebot umfasste Schnitt-, Weiß-,
Woll-, Leder- und Kurzwaren, Kinderwagen und Brautausstattungen.


1939 vergrößerte man die Geschäftsräume und stattete diese mit einer neuen Einrichtung aus. Eine letzte räumliche Erweiterung mit einer
Verkaufspassage erfolgte 1962. 1975 feierte das Textilgeschäft mit eigener Näherei sein 50-jähriges Bestehen.
Das Geschäft wurde von Babette Heimerl nach dem Tod ihres Mannes bis 1967 weitergeführt.
Danach übernahm ihre Tochter Hermine Schmidbauer zusammen mit ihrem Mann Erich bis 2009 die Geschäftsführung.
Alle Näh- und Schneiderarbeiten wurden von ihrer Schwester Annemarie Heimerl ausgeführt.

2015 wurde das bereits 2009 geschlossene Geschäft aufgelöst.

Das Oberpfälzer Freilandmuseum konnte 2015 insgesamt 1330 Objekte aus dem Geschäfts- und Wohnbereich der
Familie Heimerl/Schmidbauer übernehmen.